Ignaz Rojacher wollte am Berghang einen Alpengasthof mit der schönsten Aussicht auf die Goldberggletscher errichten. Leider verstarb er vorzeitig und konnte dieses Vorhaben nicht mehr verwirklichen. Von dieser Idee fasziniert, erwarb Anton Holleis, ein Hotelportier aus Bad Gastein, auf dem Berghang ein Grundstück..

Mit viel Fleiß und Handarbeit hat er den Berghang abgetragen und nach jahrelangem Bauen den Berggasthof "Tauernhof" 1897 in Kolm Saigurn eröffnet. Die ersten Gäste fanden hierher und waren ob der herrlichen Lage und der besonderen Atmosphäre des Hauses begeistert.


Doch Holleis hatte sich zuviel vorgenommen! Die Last der Verbindlichkeiten, welche durch den Bau entstanden, waren zu groß und er musste sich von seinem Gasthof schweren Herzens trennen. Georg Ammerer hieß der Nachfolger. Unter seiner Führung, zur Zeit der Österreich-Ungarischen Monarchie, stiegen im Haus "Hohe Persönlichkeiten" ab. Der Gasthof wurde zum Ausgangspunkt der Bergsteiger für viele hochalpine Touren und der Meteorologen für das 1886 gegründete Sonnblick-Observatorium.

Hoch betagt hat Ammerer den Gasthof "Tauernhof" nach seinem Namen in "Ammererhof" umbenannt, bevor er ihn aus Altersgründen abgeben musste. Im Jahre 1954 pachteten Johann und Aloisia Mühlthaler, vorerst gemeinsam mit dem ÖAV, den Ammererhof.
Johann Mühlthaler war zuvor Wetterwart, den schönen Berggasthof sein eigen zu nennen und gleichzeitig Kolm Saigurn weiterhin verbunden zu sein, war wohl sein Traum. Diesen Traum verwirklichte seine Tochter, die ihre Heimat ebenfalls in der Bergwelt von Kolm Saigurn fand. Luise Tomasek-Mühlthaler erwarb den Gasthof im Jahre 1979. Seither wurde er kontinuierlich renoviert und verschönert.

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