Die ehemalige Goldbergbau-Siedlung Kolm Saigurn liegt am Ende des Raurisertales inmitten des Nationalparkes Hohe Tauern. Im ausgehenden Mittelalter erreichte der Goldbergbau in den Goldrevieren der Hohen Tauern seine weitaus höchste Entwicklungsstufe. In den Tauernbergwerken wurden damals jährlich bis zu 2.600 kg reines Gold gewonnen. Aus Stollen, die bis zu 2m hoch und in mittlerer Höhe 60 cm breit waren. Das Gold wurde mit einfachen Werkzeugen und ohne Sprengmittel aus dem Berg getrieben.

Die Länge aller Stollen beträgt ungefähr 133 km, aus denen an die 2 Millionen Golderze abgebaut und gefördert wurden.

Diese Golderze wurden mit Saumtieren (Pferde, Esel, Ziegenböcke) zu Tal getragen, oder mit "Sack-Zügen" (das waren 10 - 20 mit Golderz prall gefüllte Säcke aus Schweinshäuten) in sogenannten "Sackzugrisen" zu Tal gezogen.
Ab 1834 wurden die Erze mit Hilfe eines Schrägaufzuges zu Tal befördert.
Dieser Schrägaufzug war auch eine große Hilfe für den Bau des Sonnblickobservatoriums und trug wesentlich zur Verminderung der Kosten bei. Erröffnet wurde das Sonnblickobservatorium am 2. September 1886 und Ignaz Rojacher, Goldbergwerksbesitzer in Kolm Saigurn, trug mit Tatkraft, Energie und Umsicht viel dazu bei.
Das Sonnblickobservatorium ist heute eine der modernsten wissenschaftlichen Meteorologischen Stationen der Welt.

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